Eiskammer Hockenheimring: Gelaufen statt gefahren
Laufen auf dem legendären Hockenheim-Ring. Das Event findet auf der Original-Formel 1-Strecke statt und finisht auf der Ziellinie. Allerdings hält der Lauf bei weitem nicht, was er auf der Homepage verspricht. Startnummernabholung und Gepäckabgabe in einer eiskalten, unbeheizten Halle. Bei -7 Grad umziehen in einer noch kälteren Box mit gerade mal drei Bänken, statt dem angekündigten warmen Tee auf der Strecke nur Wasser, Iso und Cola. Alles eiskalt, der Magen war begeistert.
Und aufgrund der Weitläufigkeit des Geländes sind Gepäckabgabe, Umkleidebox, Duschen und vor allem der fast 2 km lange Weg zum Start des Marathons keineswegs an einem zentralen Ort. Von fehlenden Hinweisschildern zum Start ganz zu schweigen. Beim Halbmarathon waren knapp 1.200, beim Marathon 359 Läuferinnen und Läufer am Start. Trotz der nicht gerade kleinen Teilnehmerzahl und recht hohen Startgebühren, erachteten die Veranstalter es nicht als erforderlich, auch für die Altersklassen die sonst übliche Siegerehrung durchzuführen. Diese gab es nur für die Plätze 1-3 der Gesamtwertung. Nach jeweils einer verkürzten Runde bei beiden Distanzen mussten die Halbmarathonis 4-mal, die Marathonis 9-mal die 4,46 km lange Schleife bewältigen. Von den TVN-Ultras stellten sich Sylvia und Alfred Ulshöfer bei klirrender Kälte dick vermummt dieser Aufgabe. Sylvia zeigte sich beim Halben einmal mehr in starker Form und erreichte das Ziel nach 2.05,59 Std. auf Rang 2 der Altersklasse. Erst in Runde 4 musste sie Tempo rausnehmen und verpasste dadurch den Sieg nur um wenige Minuten. Alfred lief die ersten 22 km jeweils konstant unter 6 Minuten pro Kilometer, konnte dies jedoch nicht durchhalten und erreichte nach 4.38,45 Std. die Ziellinie durchgefroren auf Rang 3 der M65. Fazit: Die beiden erlebten zwar die Highlights des Hockenheimringes wie Motodrom, Fahrerlager, Spitzkehre, Porsche Experience Center und Ostkurve von innen, konnten sich für die Veranstaltung aber sprichwörtlich keineswegs erwärmen.
Beim Artenschutzlauf mitten durch den Zoologischen Stadtgarten in Karlsruhe mussten 7,6 Kilometer für den guten Zweck gelaufen werden. Die Teilnehmenden konnten frei entscheiden, für welches der drei zur Auswahl stehenden Projekte die Spende verwendet werden sollte. Der Lauf startete an der Seebühne, führte durch den Stadtgarten an den Seen vorbei in den Süden der Anlage. Zurück ging es entlang der Tiergehege der Seelöwen, Elefanten und Papageien. Von den frischen Temperaturen ließ sich Claudia Maag nicht beeinflussen und landete in der Gesamtwertung der Damen in 31,21 Min. auf Rang 2 und in ihrer Altersklasse wie gewohnt auf Platz 1. Vom TV Nöttingen waren zudem Anita Raczek und Ariane Strobel auf der Strecke, die die Distanz in 37,03 Min. absolvierten.
Freddy Frisch






